München boomt – Olching muss sich wappnen

Ereignisdatum
24.01.2022

Laut der Jobbörse Indeed werden in München 40.000 Arbeitskräfte gesucht. Der Ballungsraum München trotzt Corona und boomt. Die Versuche, über die Landesentwicklung, in anderen Regionen Arbeitsplätze zu schaffen, fruchten nicht. Internationale Konzerne der IT-Branche wollen ihre Niederlassungen auszubauen oder neue errichten. Diese Entwicklung wird auch auf Olching durchschlagen. Arbeitskräfte, die von außen nach München zuwandern, benötigen Wohnungen mit einer entsprechenden Infrastruktur wie Kitas, Schulen, ÖPNV, Sport- und Kultureinrichtungen. Der Wohnungsmarkt in München ist angespannt und für viele zu teuer. Der Druck auf die Umlandgemeinden wird zunehmen.

 

Olching muss sich also rechtzeitig wappnen. Insbesondere ist bezahlbarer Wohnraum gefragt. Diese Aufgabe kann die Stadt nicht allein bewältigen. Sie muss im Verein mit privaten Investoren und durch Stärkung von Wohnungsbaugenossenschaften Mitstreiter generieren, die sich im Wohnungsmarkt in diesem Sinne engagieren. Darüber hinaus muss die Stadt ihre eigenen Grundstücke intelligent einsetzen sowie den eigenen Wohnungsbestand neu ordnen. Dank der großzügigen Förderung durch den Staat entstehen an der Münchner Straße und auf dem Nöscher Platz einige Wohnungen. Ein Tropfen auf dem heißen Stein. Zur Neuordnung des städtischen Wohnungswesens gehört, den Bestand nicht nur zu verwalten, sondern so zu bewirtschaften, dass er sich nicht nur selbst trägt, sondern darüber hinaus einen Ertrag abwirft, der für den Bau von weiteren Wohnungen verwendet werden kann. In diesem Zusammenhang muss über eine neue Organisation der Wohnungsverwaltung nachgedacht und zeitnah entschieden werden. 

Ewald Zachmann